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Verena E. Lauterböck
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Die Duft-Tier-Kommunikation


„Wie ferne Echos lang verhallend sich verweben
in einer dämmernden und tiefen Einigkeit,
umfassend wie die Nacht und wie die Klarheit weit,
so wollen Farben, Ton und Duft sich Antwort geben.“
- Charles Baudelaire -



Häufig ist Stress der Auslöser für Verhaltensprobleme bei Tieren – denn Stress hat einen großen Einfluss auf die Emotionen. Beim Tier ebenso wie bei uns Menschen. In seinem Buch ‚Die Neuropsychologie des Hundes‘ zitiert James O´Heare, Steven Lindsay mit folgenden Worten: „Stress entsteht, wenn an den Hund die Anforderung gestellt wird, sich zu verändern oder anzupassen“ (O´Heare, 4. Auflage 2015)

Was ist nun Stress?
Auch bei Tieren kennen wir zwei Arten von Stress:


den Eustress

der positive Stress, der eine stimulierenden Wirkung hat und das Tier bei Tätigkeiten, die es gerne macht, zur Leistungssteigerung unterstützt

den Disstress

der Stress, der sich negativ auf das Tier auswirkt und im schlimmsten Fall zu krankhaften Veränderungen im Körper führen kann

Wir haben alle schon einmal die eine oder andere Stress-Art erlebt, und Tiere, vor allem Hunde, erleben Stress ebenso wie der Mensch. Sie greifen jedoch zur Stressbewältigung auf angeborene Verhaltensmuster – wie z.B. verstärktes Kratzen, Scheuern, autoagressives Verhalten, verstärktes Bellen, Schnappen bis hin zum Beißen zurück. (vgl. Pilguj, 2009).

Einige Beispiele für:


Stresssituationen bei Tieren:
  • Auto- / Hängerfahren
  • Umzug
  • Mobbing
  • negative Erfahrungen mit Artgenossen und/oder Menschen
  • Urlaub
  • Überforderung- aber auch Unterforderung
  • keine oder wenig Rückzugsmöglichkeiten und Ruhephasen uvm.

Stresssymptome:
  • unruhiges Verhalten, Hyperaktivität
  • ständiges Kratzen oder Lecken
  • Schreckhaftigkeit
  • ständiges Scharren
  • Konzentrationsmangel
  • wenig Trainingsbereitschaft
  • häufiges Bellen uvm.

Wie oben schon erwähnt ist Stress nicht gleich Stress. Er sollte daher immer im Kontext betrachtet werden. Hierfür ist jedoch die intensive Auseinandersetzung des Tierhalters mit der Kommunikation und Körpersprache seines Tieres gefordert. (vgl. Pilguj, 2009). Der Grundsatz der Kommunikation von Watzlawick „Man kann nicht nicht kommunizieren“ ist nirgends so treffend, als bei der Kommunikation von und mit Tieren. Jedes Verhalten, jede Bewegung, jede Mimik, jeder Blick ist Kommunikation.

Es gibt auch noch eine weitere Art mit Tieren in Verbindung zu treten. Die Tierkommunikation. Diese beruht auf dem Prinzip der Telepathie; dem Senden und Empfangen von Bilder, Farben, Formen aber auch Emotionen und Sinneseindrücken. Und auch die Kommunikation mittels Düfte spielt eine Rolle. „Das Riechzentrum dient beim Menschen der Wahrnehmung von Gerüchen, ihrer Identifikation und dem Empfang von Sinneseindrücken über den Riechkolben […]. Bei Hunden ist dieser Bereich vermutlich von erheblich größerer Bedeutung als bei uns.“ (O´Heare, 4. Auflage 2015).

Durch meine persönliche Erfahrung mit meiner, aus dem Tierschutz stammenden, spanischen Hündin (siehe wie alles begann), den Besuch von Tierkommunikationsseminaren und 5 Module Integrale Duftkreisarbeit bei Martin Henglein sowie der Lektüre einschlägiger Fachbücher, habe ich begonnen dieses gesammelte Wissen in meine Tieraroma-Arbeit mit meiner Hündin zu integrieren und eine Art Duft-Tier-Kommunikation zu entwickeln und praktisch anzuwenden.

Wie kann man sich nun die Duft-Tier-Kommunikation vorstellen:
Ist das Tier nun unausgeglichen, kann sich nicht entspannen, konzentrieren oder zeigt ein Unbehagen, wird ein 100% ätherische Öle oder eine Duftmischung, individuell für das Tier ausgewählt. In einer hohen Verdünnung wird diese dann mittels Raumbeduftung oder über Hilfsmittel wie Duftanhänger, Dufthalstuch, Kuscheldecke, Decke, etc. als sogenannter Duftmarker – in bestimmten Situationen, ähnlich dem Clickertraining, dem Tier näher gebracht (vgl. auch Duftanker bei Lamontain, 2015). So kann das Üben mit dem Duft dem Tier zu mehr Entspannung, Gelassenheit, einer höheren Konzentration usw. verhelfen, denn mit dem speziellen Duftmarker, verbindet das Tier eine Erinnerung an stressfreie Momente, in denen es Vertrauen, Geborgenheit, Liebe und Glücksgefühle durch seinen Besitzer erfahren hat. Durch das Erhalten von guten Gefühlen, wird ein inneres Motivations- und Belohnungssystem ausgelöst (dem sowohl Mensch und Tier folgen), was wiederrum zur Ausschüttung der Neurotransmitter, der sogenannten „Glückshormone“ führt (vgl. Beck, 2013). Das Tier kann nun mit der Unterstützung eines solchen Duftmarker lernen, in bestimmten Situationen besser und gelassener mit Stress umgehen und sich positiver und sicherer mit seiner Umwelt auseinander setzten.

Ein fixer Bestandteil der Duft-Tier-Kommunikation ist die Duft-Tier-Meditation.
Die Duft-Tier-Meditation ist das Vorlesen von Geschichten zu bestimmten Themen mittels einer entsprechenden Duftkomposition aus 100% ätherischen Ölen und dem Visualisieren des Textes. Es ist eine gute Methode mit seinem Tier in Verbindung zu treten um ihn so eine Möglichkeit des Entspannen und Wohlfühlen zu bieten, gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen, zu genießen und die Beziehung Tier-Mensch zueinander zu vertiefen und Vertrauen aufzubauen.


Mit der Duft-Tier-Kommunikation/Meditation kann folgendes erreicht werden:
  • Förderung der Beziehung Mensch-Tier und der Kommunikation
  • gegenseitiger Respekt
  • Schulung der Achtsamkeit von Mensch und Tier
  • Lernen von Stressabbau
  • Steigerung der Selbstsicherheit
  • das Wohlbefinden steigern
  • Gesundheitsprävention

Die Duft-Tier-Kommunikation/Meditation kann angewendet werden:
  • zum Wohlfühlen
  • Entspannen und Ruhe finden
  • bei bestimmten Themen wie z.B.:
    • dem Einzug in ein neues zu Hause
    • der Aufarbeitung der Vergangenheit bei sogenannten „Second-Hand-Hunden“
    • Steigerung des Selbstvertrauens bei sehr ängstlichen Hunden
    • aber auch als Sterbebegleitung für die letzte Reise

Wie alles begann:

Als Alicia – eine spanische. Straßenhündin - im Juni 2014 bei uns einzog, stellte sie uns vor eine neue Herausforderung. Sie hatte nicht nur Probleme mit ihrem Bewegungsapparat, welche Tierärztlich und Physiotherapeutisch behandelt werden, sie hatte auch viele Narben. Einige körperliche – die für immer bleiben werden, aber auch viele seelische – bei denen wir ihr helfen wollen diese hinter sich zu lassen.
Die Frage nach dem WIE war gestellt – und für mich als damals angehende Dipl. Aromapraktikerin gab es nur eine Antwort: „Der Griff zum Fläschchen“. Ich studierte und probierte viel und eines Tages begann ich ihr von den schönen Bildern zu erzählen die mir gerade durch den Kopf gingen. Ich merkte wie sie immer entspannter wurde und hatte das Gefühl, dass auch sie meine visualisierten Gedanken wahrnehmen konnte. Es hatte Gänsehaut-Qualität, denn ich spürte, dass sie sich langsam öffnet. Im Anschluss wurde ich mit einer überwältigenden Schmuseattacke und vielen Hundeküssen überhäuft, die so viel Liebe und Dankbarkeit ausdrückten. Nach diesem Erlebnis, begann ich Duftmischungen mit passenden Geschichten für sie zu schreiben.

In der Zwischenzeit haben wir schon sehr viel erreicht. Die Albträume haben abgenommen, Alicia ist selbstbewusster und glücklicher geworden und unsere Beziehung zueinander hat sich sehr vertieft. Wir beide lieben diese verbindenden Momente, in der wir nicht nur Entspannung finden, sondern auch viel Kraft und Energie für unseren gemeinsamen Weg erhalten.

Literatur- und Quellenangabe:
James O’Heare, Die Neuropsychologie des Hundes, animal learn Verlag, Bernau, 4. Auflage, 2015
Sabina Pilguj, Dog Reläx, Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgard, 2009
Penelope Smith, Gespräche mit Tieren, Reichel Verlag, 2012
Elisabeth Beck, Wer denken will, muss fühlen, Kynos Verlag, 3. Auflage, 2013
Christine Lamontain, Der Duftanker für ein gutes Gefühl, VAGA Mitgliederjournal, Frühling, 2015


Text: © Verena Elisabeth Lauterböck 2016
Fotos: © VELness.at 2016